Mittelständische Bauwirtschaft zur Eröffnung der InnoTrans 2022 in Berlin

„Bauen ist nicht das Problem, sondern Teil der Lösung“

BVMB drängt auf Stärkung von Sanierung und Ausbau des Schienennetzes

Die Deutsche Bahn ist massiv in der öffentlichen Kritik: Die Züge sind unpünktlich, der Service unzuverlässig. Die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB) als zentraler Interessenverband der deutschen Bahnbau- und -sicherungsunternehmen macht hierfür eine klare Ursache aus: „Um die Performance der Bahn wieder auf ein gutes Niveau zu heben, ist eine substanzielle Qualitätsverbesserung der Schieneninfrastruktur durch bauliche Maßnahmen zwingend erforderlich“, stellt BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka anlässlich der Eröffnung der InnoTrans 2022 fest. Ohne konzertierte Aktion für Sanierung und Ausbau des maroden und überlasteten deutschen Schienennetzes könnten auch die verkehrs- und umweltpolitischen Ziele der Politik nicht erreicht werden und die Verkehrswende drohe zu scheitern. Die BVMB bietet laut Gilka der DB AG und der Politik hierfür ausdrücklich den weiteren Schulterschluss mit der Bauwirtschaft an: „Die gründliche und nachhaltige Ertüchtigung des Schienennetzes gelingt nicht ohne die Bauwirtschaft, die hierfür erhebliche Kapazitäten aufgebaut hat und auf deren Abruf wartet.“

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„Ohne leistungsfähige Straßen funktioniert es nicht“

BVMB warnt vor Reduzierung der Investitionen in Fernstraßen

Der Bund berät aktuell über den Haushalt für die Jahre 2022 und 2023 sowie über die Finanzplanung bis 2026. Für die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB) sind die bisherigen Informationen zum geplanten Verkehrsetat Grund genug, die Alarmglocken zu läuten. Der Bundeshaushalt sah für Erhalt und Ausbau der Verkehrswege nämlich zunächst keine höheren Finanzmittel vor. Die nunmehr angekündigte Aufstockung soll ausschließlich Schiene und Wasserstraße und nicht dem Straßennetz zugutekommen. „Das ist eine fatale Entwicklung“, warnt BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka. „Die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur müssen insgesamt deutlich erhöht werden – die Verkehrsträger dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“. Nachdem die Baupreise aktuell bekanntlich deutlich stiegen, würde das einen gefährlichen Rückschritt bei der dringend nötigen Sanierung des ohnehin in großen Teilen bereits maroden Fernstraßennetzes als Rückgrat der Wirtschaft bedeuten. Die BVMB fordert den Bund insoweit auf, die entsprechenden Planungen anzupassen und die Mittel insbesondere für Sanierung und Ausbau des Straßennetzes deutlich zu erhöhen.

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Fachkräftemangel: Notruf der Bauwirtschaft

BVMB fordert mehr Unterstützung der Politik ein

Nicht nur Preisexplosionen bei den Baustoffen oder unsichere Lieferketten bereiten der Bauwirtschaft große Sorgenfalten, sondern auch der immer dramatischere Fachkräftemangel am Bau. Rund 205.000 Stellen sind nach Hochrechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für das zweite Quartal 2022 im Baugewerbe zurzeit unbesetzt (IAB-Stellenerhebung, Stand 11. August 2022). „Der Bau braucht dabei nicht vorrangig Hilfskräfte, sondern dringend gewerbliche Fachkräfte und Spezialisten“, bringt es BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka auf den Punkt. „Dazu ist die Bauwirtschaft aber zwingend auf die Unterstützung der Politik angewiesen“, fordert er geeignete Maßnahmen und vor allem eine Strategie der Regierung ein. Neben Erleichterungen für die Zuwanderung von Fachkräften geht es der BVMB darum, die gewerbliche Ausbildung attraktiver zu gestalten und das handwerkliche Arbeiten durch mehr Wertschätzung in der Gesellschaft weiter aufzuwerten.

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Noch volle Auftragsbücher, aber Unsicherheit am Horizont

BVMB sieht noch positive Stimmungslage in der Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft klagt über eine Stornierungswelle im Wohnungsbau, meldet das Münchner Ifo-Institut aktuell auf Basis der Julidaten seiner Konjunkturumfragen. Immer mehr Bauherren nehmen aufgrund der aktuellen Preisentwicklung und der steigenden Zinsen Abstand von beabsichtigten Bauvorhaben. Für das zweite Halbjahr 2022 befürchten laut dem Institut viele Bauunternehmen Geschäftsrückgänge. Die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB) bestätigt diese Entwicklung zwar, warnt aber davor, zu sehr schwarz zu sehen. „Die Auftragsbücher sind nach den Meldungen unserer Mitgliedsbetriebe immer noch gut gefüllt“, berichtet BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka. Der Verband bewertet die Lage als „weiter positiv“, räumt aber auch ein, dass allem im Hochbaubereich „tatsächlich Unsicherheiten“ hinsichtlich der künftigen Entwicklung bestünden.

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„Rahmenbedingungen müssen sich drastisch verändern“

BVMB stellt Wohnungsbauziele der Bundesbauministerin in Frage

„Eine Hälfte bewohnen und die andere Hälfte vermieten“ – das ist der aktuelle Tipp von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD), um mehr Wohnraum zu schaffen. Sie hält trotz der aktuellen Probleme am Bau mit steigenden Zinsen, Fachkräftemangel und unzuverlässigen Lieferketten an ihrem ehrgeizigen Ziel fest, 400.000 neue Wohnungen pro Jahr bauen lassen zu wollen. Ein Ziel, dass die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB) für immer noch unrealistisch hält: „Wenn dieses Ziel tatsächlich ernsthaft aufrechterhalten wird, müssen sich die Rahmenbedingungen unter anderem bei der Digitalisierung in der Verwaltung und den Fördermöglichkeiten drastisch ändern“, fordert BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka

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