Pressemitteilungen
Auf dieser Seite finden Sie die veröfffentlichten Pressemitteilungen der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen zu allen baurelevanten Themen. Presseanfragen aller Art richten Sie bitte an den verantwortlichen Geschäftsführer Herrn RA Dirk Stauf oder per E-Mail an . Hochauflösende Fotos unserer Geschäftsführer für Artikel, Berichte und Interviews können Sie ebenfalls auf diesem Wege anfragen.
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BVMB warnt vor anhaltendem Stop-and-Go im Straßenbau
Arbeitskreis des mittelständischen Spitzenverbands fordert mehr Planungssicherheit für Straßenbauunternehmen
Der Bund hat im vergangenen Jahr ein Sondervermögen aufgelegt, um die marode Infrastruktur in Deutschland zu modernisieren. Das „Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität“ umfasst 500 Milliarden Euro. „Unsere Mitgliedsbetriebe merken bis heute wenig bis gar nichts von dem Sondervermögen“, analysiert RA Jürgen Faupel, stellvertretender Präsident der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB). Der Arbeitskreis Straße/Brücke des Verbandes hatte in seiner Frühjahrstagung eine zunehmende Verwässerung der Finanzierung des Fernstraßenbaus beklagt. Zudem lehnte der Arbeitskreis sogenannte ÖPP-Projekte in ihrer bisherigen Ausgestaltung ab, bei denen ein Teil der Finanzierung zunächst auf die ausführenden Unternehmen verlagert wird. „Das ist in hohem Maße mittelstandsfeindlich“, kritisiert BVMB-Geschäftsführer Daniel Jonas derartige Vorgehensweisen.
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BVMB: „Das ist zwar schön, aber zu wenig!“
Bau-Spitzenverband fordert mehr Geld und bessere Rahmenbedingungen für den Bundesfernstraßenbau
Der Bund investiert nach den aktuellen Planungen im Jahr 2027 rund 100 Millionen Euro mehr in die Bundesfernstraßen als im Vorjahr. „Das ist zwar schön, aber deutlich zu wenig“, kommentiert RA Jürgen Faupel, stellvertretender Präsident der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB). Der Verband begrüßt zwar die Aufstockung der Finanzmittel trotz weniger Mauteinnahmen und politisch vereinbarter Ausgabenobergrenzen. Dennoch reicht der Etat nach Überzeugung der BVMB nicht aus für alle Projekte, die dringend umgesetzt werden müssten. „Der Bundeskanzler hat versprochen, dass alles gebaut werde, was baureif ist – dieses Versprechen wird die Bundesregierung nicht halten können“, verweist der Verbandsvertreter auf eine Finanzierungslücke von mindestens 12 Milliarden Euro für Baumaßnahmen an Autobahnen und Bundesstraßen. „Wir wirtschaften damit unsere Infrastruktur weiter runter bis zum großen Verkehrskollaps“, warnt BVMB-Geschäftsführer Daniel Jonas. Das „Comeback der Infrastruktur“ wie es der Bundesverkehrsminister im Bundestag mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz verband, bleibt nach Auffassung des Verbandes aus, wenn es keinen konsistenten und aufeinander abgestimmten Rechts- und Planungsrahmen mit klaren Prioritäten gibt.
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BVMB beklagt „nie dagewesenes Bürokratiemonster“
Verband kritisiert in Kraft getretenes Bundestariftreuegesetz
Zum Tag der Arbeit am 1. Mai haben sich für die Bauwirtschaft erhebliche Änderungen ergeben: Weite Teile des Bundestariftreuegesetzes sind in Kraft getreten. Bei Bauaufträgen des Bundes, der Deutschen Bahn oder der Autobahn GmbH ab 50.000 Euro werden Bauunternehmen künftig aufwändig die Entlohnung ihrer Mitarbeitenden inklusive tariflicher Löhne und Zuschläge, den Mindesturlaub, Höchstarbeitszeiten und Pausen nachweisen müssen. Scharfe Kritik kommt von Michael Gilka, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V.: Das neue Gesetz sei „ein nie dagewesenes Bürokratiemonster“, das Auftragnehmer und Auftraggeber gleichermaßen überfordern werde. Besonders das künftig geforderte „Tariftreueversprechen“, das Bauunternehmen auf Verlangen öffentlicher Auftraggeber abgeben müssen, bewertet er als derzeit kaum kalkulierbar. Gilka warnt in diesem Kontext vor den praktischen Folgen für die Branche: „Mehr Bürokratie, mehr Risiken, weniger Angebote – das Bundestariftreuegesetz konterkariert die angestrebte Entbürokratisierung und schwächt den Mittelstand spürbar.“ Damit drohe nicht nur eine zusätzliche Belastung für Unternehmen, sondern auch eine Einschränkung von Wettbewerb und Angebotsvielfalt bei öffentlichen Bauprojekten.
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BVMB fordert verbesserte Preisanpassungsmechanismen im Bau
Verband wendet sich an Bundesbauministerin Verena Hubertz
Die Bauwirtschaft insgesamt leidet weiterhin unter den erheblichen Marktverwerfungen infolge des Iran-Krieges. Der Preis für Bitumen etwa hat sich seit Beginn des Konfliktes zum Teil verdoppelt. Die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e. V. (BVMB) fordert schon länger eine grundlegende Weiterentwicklung der bestehenden Preisanpassungsmechanismen. „Die aktuellen Preisentwicklungen treffen insbesondere den mittelständisch geprägten Straßenbau mit voller Wucht“, erklärte RA Jürgen Faupel, stellvertretender Präsident der BVMB bei der Frühjahrstagung des Arbeitskreises Straße/Brücke des Verbands bei Frankfurt. „Wenn bestehende Verträge auf festen Preisen basieren und gleichzeitig zentrale Baustoffe extremen Schwankungen unterliegen, geraten selbst wirtschaftlich gesunde Unternehmen unter erheblichen Druck.“ Der Verband hat sich jetzt mit einem Schreiben hierzu an die Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) gewandt.
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Entlastungsprämie verfehlt die Realität der Betriebe: Kosten werden einseitig auf die Wirtschaft abgewälzt
BVMB fordert Nachbesserung bei Entlastungsprämie
Die von der Bundesregierung angekündigte Entlastungsprämie verfehlt aus Sicht der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e. V. (BVMB) ihr Ziel deutlich. Statt die Betriebe wirksam zu entlasten, droht eine weitere Verteuerung des Faktors Arbeit. Die konjunkturellen Aussichten für die Bauwirtschaft bleiben laut Frühjahrskonjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bescheiden: Mehr Unternehmen rechnen mit Produktionsrückgängen als mit Zuwächsen, Investitionen werden vielerorts zurückgefahren. Hohe Baukosten, volatile Energie- und Rohstoffpreise sowie vor allem das Ausbleiben staatlicher Investitionsimpulse bremsen die Erholung der Branche. „Die Bundesregierung kündigt Entlastung an, produziert aber neue Belastungen“, kritisiert BVMB‑Hauptgeschäftsführer Michael Gilka. „Während private Haushalte adressiert werden, bleiben die Bauunternehmen mit ihren strukturellen Problemen weitgehend allein.“ Statt gezielt Investitionen zu fördern und verlässliche Planungsperspektiven zu schaffen, greift die Politik erneut zu ökonomisch zweifelhaften Instrumenten. Die Entlastungsprämie steht exemplarisch für Maßnahmen, die kurzfristig Entlastung versprechen und Reformwillen demonstrieren, jedoch keine nachhaltige konjunkturelle Dynamik auf den Baustellen entfalten. Vor diesem Hintergrund fordert Gilka, die Bundesregierung müsse die Interessen der Unternehmen endlich konsequent in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen.
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