Entlastungsprämie verfehlt die Realität der Betriebe: Kosten werden einseitig auf die Wirtschaft abgewälzt

BVMB fordert Nachbesserung bei Entlastungsprämie

Die von der Bundesregierung angekündigte Entlastungsprämie verfehlt aus Sicht der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e. V. (BVMB) ihr Ziel deutlich. Statt die Betriebe wirksam zu entlasten, droht eine weitere Verteuerung des Faktors Arbeit. Die konjunkturellen Aussichten für die Bauwirtschaft bleiben laut Frühjahrskonjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bescheiden: Mehr Unternehmen rechnen mit Produktionsrückgängen als mit Zuwächsen, Investitionen werden vielerorts zurückgefahren. Hohe Baukosten, volatile Energie- und Rohstoffpreise sowie vor allem das Ausbleiben staatlicher Investitionsimpulse bremsen die Erholung der Branche. „Die Bundesregierung kündigt Entlastung an, produziert aber neue Belastungen“, kritisiert BVMB‑Hauptgeschäftsführer Michael Gilka. „Während private Haushalte adressiert werden, bleiben die Bauunternehmen mit ihren strukturellen Problemen weitgehend allein.“ Statt gezielt Investitionen zu fördern und verlässliche Planungsperspektiven zu schaffen, greift die Politik erneut zu ökonomisch zweifelhaften Instrumenten. Die Entlastungsprämie steht exemplarisch für Maßnahmen, die kurzfristig Entlastung versprechen und Reformwillen demonstrieren, jedoch keine nachhaltige konjunkturelle Dynamik auf den Baustellen entfalten. Vor diesem Hintergrund fordert Gilka, die Bundesregierung müsse die Interessen der Unternehmen endlich konsequent in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen.

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