ÖPP in der Verkehrsinfrastruktur

Sieben Fragen an Herrn RA Jürgen Faupel, Präsident der BVMB

momentum: Sind Sie ein genereller ÖPP-Befürworter, oder ist das zu einfach gefragt?

Faupel: Generell bin ich – und da spreche ich quasi für die gesamte mittelständische Bauwirtschaft – ein Verfechter der konventionellen, vom Staat selbst finanzierten öffentlichen Auftragsvergabe. Nur diese Auftragsvergabe ist ein Garant für einen breiten Wettbewerb und für eine hohe Beteiligung der mittelständischen Bauwirtschaft.
Unabhängig davon hat sich die BVMB mit dem Thema ÖPP schon vor 15 Jahren intensiv beschäftigt und stets betont, dass es große Unterschiede zwischen den Themen „ÖPP im Hochbau“ und „ÖPP in der Verkehrsinfrastruktur“ gibt, vor allem mit Blick auf die Finanzierungsanforderungen für die Bieter. Im Hochbau haben mittelständische Bauunternehmen schon viele positive Erfahrungen gemacht. Hier hat der Mittelstand gute Chancen, als Hauptauftragnehmer ein ÖPP-Projekt zu realisieren. Im Bereich der Verkehrsinfrastruktur sind die Chancen hingegen kaum oder gar nicht vorhanden. Aufgrund der zahlreichen schlechten Erfahrungen der mittelständischen Bauwirtschaft sind wir inzwischen strikter Gegner von ÖPP in der Verkehrsinfrastruktur.

ÖPP in der Verkehrsinfrastruktur

MÖRK ist Preisträger des Innovationspreis Weiterbildung Region Stuttgart 2017

Seit 2002 schreiben Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart alle zwei Jahre den „Innovationspreis Weiterbildung Region Stuttgart“ aus. In diesem Jahr ist das Leonberger Immobilien- und Bauunternehmen MÖRK als Preisträger ausgezeichnet worden. Das eigens entwickelte Weiterbildungsprogramm zur Förderung aller Mitarbeiter hatte die Jury überzeugt. Prämiert werden beispielhafte Initiativen, die mit neuen und kreativen Ansätzen die Qualität und Attraktivität der betrieblichen Weiterbildung steigern. Der Preis dient außerdem dazu, die Verantwortung und das Engagement der Unternehmen für die Qualifizierung ihrer Beschäftigten in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.

Die Pressemitteilung von MÖRK können Sie unter dem folgenden Link abrufen: MÖRK ist Preisträger des Innovationspreis Weiterbildung Region Stuttgart 2017

 

Politische Forderungen der mittelständischen Bauwirtschaft zur 19. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags

Der Mittelstand ist das Herz der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland. Seine Tugenden sind langfristig orientiertes Gewinnstreben, gesundes Wachstum, eine enge Verbundenheit mit den Kunden und der Region sowie die soziale Verantwortung für die Mitarbeiter. Für all dies steht die mittelständische Bauwirtschaft, die sich den Prinzipien des Leitbildes Bau verpflichtet fühlt. Ihre transparenten und flexiblen Strukturen sorgen für einen breiten und effizienten Bauleistungswettbewerb in Deutschland, der öffentlichen wie privaten Auftraggebern zugutekommt. Die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. setzt sich für die Interessen der mittelständische Bauwirtschaft ein und hat in diesem Zusammenhang einen Forderungskatalog zur 19. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags erarbeitet, der sich an die Entscheidungsträger in der Politik richtet und diesen dabei dienen soll, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, aber auch seiner mittelständischen Bauwirtschaft zu erhalten und auszubauen.  

Gesetz zur Einführung eines Wettbewerbsregisters

Gemäß des Bundesanzeigers vom 3. August 2017 ist am 28. Juli 2017 im Bundesgesetzblatt, Teil I, Nr. 52, das Gesetz zur Einführung eines Wettbewerbsregisters und zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen veröffentlicht worden (siehe Anlage).

 

Umsatzsteuer: Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen

Am 01. August 2017 erhielt die BVMB das anhängende Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) zum Thema "Umsatzsteuer; Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen nach § 13 b Absatz 5 Satz 2 i. V. m. Absatz 2 Nummer 4 UStG; Anwendung des § 27 Absatz 19 UStG". Das Schreiben enthält u. a. wichtige Informationen zu

  • der Besteuerung des leistenden Unternehmens
  • der verfahrensmäßigen Abwicklung der Änderungsanträge der Leistungsempfänger
  • den Nachzahlungszinsen nach § 233 a AO
  • der Abtretung der zivilrechtlichen Forderungen innerhalb der Finanzverwaltung
  • der Änderung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses.

Das Schreiben des BMF finden Sie hier.

Faupel neuer Präsident der BVMB

Faupel Juergen 2016Das Präsidium der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V. (BVMB) hat am 20. Juni 2017 in Bonn RA Jürgen Faupel, Geschäftsführer der Strassing GmbH, Bad Soden-Salmünster, zum neuen Präsidenten der BVMB gewählt.
Faupel tritt die Nachfolge von Dipl.-Bw. Thorsten Bode an, der nach zehnjähriger Präsidentschaft aufgrund einer beruflichen Veränderung sein Amt niedergelegt hat.

In der BVMB engagiert sich Faupel bereits seit 16 Jahren: Von 2002 bis 2006 war er zunächst Mitglied im Beirat der BVMB, bevor er anschließend im Jahr 2006 in das Präsidium der BVMB gewählt wurde. Seit 2012 ist er Vizepräsident der BVMB und präsentiert den Verband schwerpunktmäßig im Bereich „Straße“. Faupel ist gleichzeitig Mitglied im Sprecherkreis des BVMB-Arbeitskreises „Straße und Brücke“, der im Jahr 2015 gegründet wurde. Neben zahlreichen Ehrenämtern ist er u.a. Mitglied des Beirates „Untersuchung alternativer Geschäfts- und Finanzierungmodelle bei ÖPP-Projekten im Bundesfernstraßenbereich“ und ist an allen Spitzengesprächen der drei Bauverbände HDB/ZDB/BVMB mit der BMVI-Abteilung „Straßenbau“ beteiligt.

 

BIM-Meinungs- und Erfahrungsaustausch der BVMB

Am 8. März 2017 hat in Frankfurt a. M. erneut ein von der BVMB organisierter Meinungs- und Erfahrungsaustausch zum Thema BIM stattgefunden. Mit über 80 Teilnehmern - und einer weit darüber hinausgehenden Nachfrage - war die Veranstaltung für eine angeregte Diskussion zum Thema BIM prädestiniert. Vier Impulsvorträge haben hierbei in den offenen Dialog eingleitet:

  • „Digitalisierung in Infrastrukturprojekten – warum BIM mehr als ein 3D-Modell ist“ - Alexander Kopp (Max Bögl Stiftung & Co. KG)
  • „BIM aus der Perspektive eines Generalunternehmers“ - Frank Steffens (Brüninghoff GmbH & Co. KG)
  • „BIM: Umsetzung in einem Bauunternehmen - von der Produktidee zur parametrisierten Bauteilfamilie“ - Jürgen Kohlhas (Hering Bau GmbH & Co. KG)
  • „BIM und die partnerschaftliche Projektentwicklung gehören zusammen!“ - Heinz Ehrbar (DB Netz AG)

Die Vortragsunterlagen der Herren Kopp, Kohlhas und Ehrbar können Sie herunterladen, nachdem Sie sich angemeldet haben.